Gedanken zu Marc Aurel
Die Welt ist im Fluss. Sie fließt durch den Menschen hindurch. Der Mensch hat verschiedene Möglichkeiten, mit diesem Fluss umzugehen. Er kann ihm Gegenstände entgegenstellen, Verwirbelungen erzeugen, konstante Strukturen aufbauen. Aber der Fluss geht weiter, das Leben fließt weiter und jeder Wirbel lößt sich wieder auf, jede konstante Struktur vergeht. (manche Strukturen (vielleicht die allgemeinsten) bestehen sehr lange). Diese konstanten Strukturen werden zu Problemen, weil ihr Wesen darin besteht, konstant zu sein, sie es aber nicht sein können.
Man kann sich aber auch treiben lassen (das ist nicht trivial zu verstehen, als Passivität, rumhängen). Mit dem Fluss fließen. Das Leben durch sich hindurch fließen lassen, ohne es ständig aufzuwirbeln. Dann entstehen die Probleme nicht. Aber dieser Zustand ist auch nicht konstant und die Vorstellung davon ist selbst ein Wirbel. Sowie die Vorstellung, diesen Zustand erreicht zu haben.
Man fließt beständig durch Wirbel hindurch. Aber man kann sich und das Leben beruhigt weiterfließen lassen. Man muss nicht in jedem Wirbel steckenbleiben und sich darin ständig im Kreis drehen.
Das ist das Beruhigende am Leben. Vielleich ist das auch “Glück”, der gute Fluss, wie ihn die Stoa nennt.