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Spirituelle Erfahrung durch Drogenkonsum

Dienstag, August 21st, 2007

Die Absicht, sprituelle Erfahrungen mit der Einnahme von bewusstseinverändernden Drogen hervorzurufen, lässt sich vielleicht vergleichen mit dem Versuch, eine Gruppe von Mitwissern mit der Zahlung von Geld zum Schweigen zu bringen.

In der spirituellen Erfahrung wird das individuelle Bewusstsein zum Schweigen gebracht, um das universelle Bewusstsein aufscheinen zu lassen. Dieses kann man Gott oder kosmische Energie, Allnatur oder wie immer man möchte nennen. Entsprechend kann man das individuelle Bewusstsein auch als Erbsünde, Regulationsmechanismus des Gehirns oder Beschränktheit der endlichen Natur bezeichnen.

In jedem Fall ist es fraglich, ob sich dieses durch einen einmaligen, evtl. drastischen Eingriff dauerhaft beruhigen lässt. Es ist, wie die Bande von Mitwissern, ständig anwesend, in Bewegung, flexibel, lässt sich gerne verwöhnen. Insbesondere “sprituelle Erfahrungen” sind ein angenehmes Futter zum dick und faul werden.

Vielleicht ist ja aus diesem Grund jede spirituelle Erfahrung, die man macht, ein Schritt weiter weg vom Ursprung spiritueller Erfahrung, dem Frieden in der Gewissheit, nichts Höherem zu bedürfen, da die Realität in diesem Moment alles beinhaltet. Zumindest alles, was man Realität werden lassen kann und damit alles, was sich sinnvoll erstreben lässt.

Aber genau wie derjenige, der etwas anstellt, schon damals nicht zufrieden war mit dem, was er hatte, wird er sich auch nach der Tat nicht mit einer einmaligen Zahlung abspeisen lassen. Die Mitwisserschaft gibt ihm nur neue Mittel in die Hand und die Katze beißt sich in den Schwanz. Immer wieder, bis sie stirbt. Oder sich legt sich gleich hin und schaut dem Leben zu. Aber wann, wenn nicht jetzt?

Katzen scheinen ja in dieser Hinsicht vielen Menschen etwas Voraus zu haben.